Florians Reise – Mosaik – Sitzplätze mit Weitblick – Auf den Spuren der beeindruckenden Riesenbank / Big Bench Community 2024

Florians Reisemosaik – Sitzplätze mit Weitblick – Auf den Spuren der beeindruckenden Riesenbank / Big Bench Community 2024



Ciao und Hallo,

heute befassen wir uns mal mit einem ungewöhnlichen Stück in Florians Reisemosaik, denn eigentlich sind es gleich mehrere.

Ich will dir heute von den Panchine Giganti erzählen und dich auch zu ein paar Orten mitnehmen, wo diese einzigartigen Panchines aufgestellt worden sind.

Lass dich entführen und komm mit zu schönen Orten, besonderen Einblicken und malerischen Landschaften.

Worum geht es bei den big bench / Panchine Giganti?

Bei den Panchine Giganti oder Big Benches handelt es sich um ein Kunstprojekt, das im Jahre 2010 in der Stadt Clavesana in Italien erstmalig von Chris Armreif realisiert wurde.

Es handelt sich hierbei um ein immer weiterwachsendes Kunst- und Community-Projekt BBCP, bei dem an bestimmten Orten und Aussichtspunkten riesige Bänke aufgestellt werden.

https://bigbenchcommunityproject.org/en/home

Jede Riesenbank ist für sich einzigartig, mit einer einzigartigen Farbkombination.

Stell dir das vor.

Du setzt dich auf eine riesige Bank in einer traumhaften Umgebung und kommst dir wie ein kleines Kind vor, das zum ersten Mal die Welt entdeckt.

So ging es mir bei meiner ersten großen Bank. Aber dazu später mehr. 😉

Seitdem ich die erste Riesenbank besucht habe, besuche ich immer mindestens eine Bank, wenn ich wieder in Italien bin.

Es gibt sie mittlerweile sogar schon über Italien hinaus, was mich zusätzlich freut.

Aber dazu kommen wir später in unserer Spurensuche zurück.

Ein paar Zahlen und Fakten zum big bench community project

Dieses Projekt ist wie erwähnt das big bench community project, und die Herangehensweise ist, wie ich finde, ganz charmant gelöst.

Seit der ersten Bench im Jahre 2010 gab es immer wieder Anfragen und Wünsche und eine Initiative nach weiteren Benches.

Deswegen wurde im Jahr 2015 eine gemeinnützige Stiftung gegründet, die sich um die Benches und ihre Aufstellung kümmert.

Die von mir angesprochene Herangehensweise ist die, dass die Stiftung keinerlei Benches selbst verkauft.

Nein, sie werden von den Aufstellern selbst gebaut und finanziert und an einem besonderen Ort aufgestellt.

Die Erbauer erhalten die Pläne, Zeichnungen und die Anweisungen für die Fertigung und Installation kostenlos.

Die Baupläne des Künstlers und Designers Chris Armreif sind auch nur bei der gemeinnützigen Initiative erhältlich.

Es gibt nur eine Bedingung, dass die Riesenbänke an einem Aussichtspunkt und einem öffentlich zugänglichen Gelände platziert werden.

Der Sinn dahinter ist der Respekt für den sozialen Geist der Idee und die Schaffung einer kollektiven Erfahrung, die jedem zugutekommen soll, der die Benches besucht. Ganz unabhängig, ob durch den  internationalen oder lokalen Tourismus.

Das Ergebnis bis jetzt Stand dieses Artikels sind 385 Panchines und weitere 63 befinden sich im Bau.

Alle Benches in ganz Italien wurden u. a. nicht mit öffentlichen Mitteln gefördert, sondern allein durch private Spenden ermöglicht.

Aber jetzt genug der Fakten und Erklärungen. Komm mit auf die Spurensuche bei den Pachine Giganti.

Der Eindruck von der Wanderung zu den Big Benches

Ich nehme für dich mal 5 für mich besondere Benches bis jetzt heraus und nehme dich zu ihnen mit.

Diese Top 5 können sich natürlich ändern und sieh sie bitte auch nicht in einer Reihenfolge, sondern als Auswahl.

Riva di Solto – Italien Nr. 53 – Aller Anfang war grün

Ich glaube, es ist immer etwas Besonderes, wenn man ein solches Projekt, solch ein Werk, zum ersten Mal gesehen hat.

Egal, welche von allen schönen Bänken man auf einer Wanderung besucht.

Die erste Bank macht, glaube ich, den größten Eindruck auf die eigene Sichtweise und auch etwas auf das eigene Weltbild.

So war es auch bei meiner ersten Big Bench. Aber erst mal besuchen wir sie.

Meine erste Panchina, die grün blaue Bench steht in Riva di Solto am Lago Iseo in der Provinz Bergamo in Norditalien.

In diesem Ort hatten wir unser Airbnb und nachdem ich zum ersten Mal davon überhaupt gehört hatte, war es klar, dass wir gleich die uns am nächsten liegenden Bench besuchen gehen.

Diese Bench ist nicht einfach mit dem Auto erreichbar, man kann einen schönen Spaziergang dorthin machen.

Man kommt vom Seeufer über die Strada aus dem Ort heraus zu ein paar einsamen Bauernhöfen.

Die Tiere dort beäugten uns erst mit abwartenden Augen, bevor sie uns sehr neugierig verfolgten.

Ich mag diese einfache Interaktion mit anderen Lebewesen, primär in der Natur.

An den Höfen vorbei geht es auf einer einsamen Forststraßevorbei, die mit der Zeit immer mehr zu einem Weg wird. Man wird aber an vielen Benches auch durch Schilder ans Ziel geführt.

Du wanderst oberhalb ruhiger Täler durch den Wald, hörst das Rascheln im Unterholz und Vogelstimmen.

Da du entlang der Hänge gehst, geht es immer wieder ab und wieder aufwärts.

Ich fing zwischenzeitlich schon an, das Auf und Ab mitzuzählen. 😄

Dann bog ich um eine Biegung, an der Kante zum Tal säumten ein paar Bäume den Weg.

Ich hatte eigentlich nur den Weg vor mir im Sinn und habe es zuerst gar nicht mitbekommen, dass die Bäume neben mir auf einmal aufhörten.

Aber da steht sie, etwas abwärts am Abhang. 😃

Im ersten Moment blieb ich einfach stehen und betrachtete sie aus der Ferne.

Diese Bench ist wie manche andere auch etwas verräterisch, da sie aus der Ferne gar nicht so groß wirkt.

Wenn man aber in die Senke geht und auf sie zugeht, wird sie immer größer und größer.

Ich weiß, das passiert immer, wenn man auf Objekte zugeht.

Aber ich hatte bei ihr das Gefühl, dass sie immer weiter wächst.

Der Eindruck wurde immer stärker, bis ich sie erreichte.

Da ich von hinten auf sie zuging, ging ich rechtsherum und warf einen Blick auf die Fläche, dann geradeaus in Blickrichtung zur Bank und war sprachlos.

Allein die Größe der Bank war schon eine Attraktion für sich. Und ich bin auch kein kleiner Mensch. 😉

Dieses Konzept einer Bank wirkt so einfach.

Dennoch verschafft es einem einen ganz besonderen Eindruck, auch von der Umgebung.

Ich stieg auf die Bank und stand dort erst einmal einfach einen Moment und genoss die Aussicht.

Als ich mich setzte, hatte ich auch dieses Gefühl, was auf der Website des Projektes so eingängig beschrieben wird.

Ja, ich fühlte mich tatsächlich auch wie ein kleines Kind in einer riesigen Landschaft.

Das Grün der Berge und Täler.

Das Ganze und die Atmosphäre machten einen zeitlosen Eindruck auf mich, in dem ich als Mensch nur das in der Literatur erwähnte Staubkorn bin.

Ich weiß nicht mehr, wie lang ich dort saß und einfach nur genoss und meinen Gedanken nach hing.

Jede Bench ist für sich besonders, und ich habe dasselbe Gefühl auch bei anderen Benches gehabt.

Aber dieses erste Erlebnis hat etwas in mir hinterlassen. 🙂

Eine farbenfrohe Sicht der Schönheit der Landschaft, neue Blickwinkel in meinen Gedanken eingebettet, als ich auf dieser überdimensionalen Sitzgelegenheit saß.

Einen einmaligen Eindruck, an den ich heute noch denke.

Daher an dieser Stelle meinen herzlichen Dank an Chris Armreif und das Team des Big Bench Community Projects, sowie auch an die Aufsteller in Riva die Solto. 🙏

Bei mir habt ihr euer Ziel definitiv erreicht. 👍

Monte Ätna Linguaglossa – Italien Nr. 200 Die Bench mit Aussicht in der Mondlandschaft

Die Bench am Ätna habe ich im Laufe meines letzten Sizilien-Aufenthalts besucht.

Ich fuhr also von Catania aus Richtung Nordwesten. Zuerst sind da nur laute und volle Straßen.

Schließlich biegt man aber von der Staatsstraße ab und fährt durch kleine Orte.

Viele tragen den Beinamen Etna, auch wenn am Standort vom Berg selbst in vielen Fällen gar nichts zu sehen ist.

Es folgen Bergstraßen, die immer einsamer und ruhiger werden.

Ich wurde dort auch selbst mit jedem Kilometer, jeder Kurve innerlich immer ruhiger.

Wenn du einen Moment anhältst, hörst du Vögel zwitschern und die Bäume sich im Wind wiegen.

Ich merke aber auch, dass es immer kälter wird. Aber es ist eine herrliche Umgebung.

Sie hat einen rauen, ursprünglichen Charme. 😊

Ich fahre weiter und sehe schöne Panoramen entlang der zu meiner Zeit fast gar nicht befahrenen Bergstraße.

Das Navi zeigte mir an, dass wir der Koordinate der Location nahe sind, als wir an eine breite Gabelung kommen. Wie schon bei anderen Benches habe ich sie im ersten Moment gar nicht wahr genommen.

Aber dann war sie plötzlich rechts über mir.

Ich stellte das Auto an die Straße und betrat die Mondlandschaft. 😲

So kann man das tatsächlich nennen. Ich habe auch in meinem Blog Beitrag über Catania davon erzählt.

Das Lavagestein des Ätna ist fast schwarz und in diesem Bereich gibt es auch fast keine Vegetation mehr. Du gehst den kleinen ausgetretenen Pfad hinauf und hast die Panchina vor dir.

Sie ist rot und bietet einen starken Kontrast zum Schwarz des Bodens und dem atemberaubenden Panorama in Blau und Weiß.

Wenn du auf der Bank bist, bietet sich dir ein malerisches Bild direkt gegenüber dem Ätna und den langsam aufsteigenden Rauchsäulen. Links von dir ist bei klarer Sicht das Meer zu sehen und eine entfernt liegende Stadt.

Ein Ort zum Durchatmen, der einem in der Nähe des Ätna, der eher unscheinbar wirkt, immer eine gewisse verdeckte Gefahr birgt.

Ich fand den Ort, perfekt gewählt.  Nahe dem Berg in dieser Mondlandschaft und leicht zu erreichen.

Achte aber besser darauf, eine Jacke dabei zu haben. Es ist sehr kühl und windig an der Bench.

Weinsberg – Deutschland Nr. 269 Die Sitzgelegenheit unterhalb von trutzigen Mauern

Nachdem ich einige italienische Bänke besucht hatte, wollte ich unbedingt die hoffentlich nur noch derzeit einzige deutsche big bench sehen. Die Website zeigte an, dass sie cremefarben ist.

Also habe ich mich gespannt auf den Weg gemacht. 😎

Man kommt durch die Stadt und erreicht den Besucherparkplatz der Burg Weibertreu.

Die Burg stammt aus dem 11. Jahrhundert und ist für ihre historische Bedeutung und die Legende der „treuen Weiber von Weinsberg“ bekannt.

Wie der Name schon suggeriert, steigt man umgeben von Feldern und Weinbergen die lange Steigung zur Festung hinauf.

Nachdem man fast oben ist, steht die Big Bench links unterhalb der Festung.

Aufgrund der Umgebung ist der Platz um sie sehr eng gehalten.

Aber man hat auf ihr einen schönen Blick über das Tal und auch die Festung, ein kleines Stück höher, bietet viele schöne Aussichten und Motive.

Diese beiden eng liegenden Orte sind auf jeden Fall ein schönes Ausflugsziel und sehr zu empfehlen.

Sehr empfehlen möchte ich auch die Wege durch die Weinberge um die Festung herum.

Du hast eine tolle Aussicht zum Genießen.

Vigolo – Italien Nr. 176 Die Panchina am farbenfrohen Abgrund

Sie ist, glaube ich, eine Bank, die nicht so häufig besucht wird oder werden kann, da sie schwieriger erreichbar ist und sehr zurückgezogen liegt.

Aber sie ist die Mühe schon von ihrem Panorama her wert, soviel kann ich dir bereits versichern. 👍

Du fährst vom Lage Iseo hinauf nach Vigolo, dem Hauptort dieser Gemeinde. Sobald du Vigolo Richtung Westen verlässt, kommt eine Bergstraße, die schon im Ort steil und eng ist.

Gelegentlich war ich ziemlich froh, dass mir niemand entgegenkam.

Die Straße wird sehr eng, je höher man kommt. 🙏

Außerhalb des Ortes nimmt die Via mit jeder Kurve gefühlt an Schärfe zu, je höher es hinaufgeht.

Nach einigen Kilometern, bei denen ich mir dachte, ob bei der Straßenbreite überhaupt noch zwei Autos nebeneinander passen, kam ich zu ein paar Häusern.

Das Navi sagte, die Bench läge links von mir. Außer Bäumen und Gestrüpp konnte ich aber nichts sehen.

Da die Straßen da serpentinenartig laufen, dachte ich mir, es sollte dann hinter der nächsten Kurve sein.

Und das war dann auch so.

Die Bank war schwer zu finden und liegt direkt zwischen den beiden Bögen der Serpentine.

Die Sicht ist teilweise verdeckt und Autofahrer passt auf, wo ihr parkt. 😉

Viel Platz ist dort nicht vorhanden, um sie zu erreichen.

Der Weg hinunter zu ihr ist auch sehr abschüssig und mit Kies bedeckt.

Ich habe mich dort auch selbst auf meinen Hintern gesetzt, blieb aber ohne Verletzungen. 🤞

Wenn du die Bank erreicht hast, hast du einen herrlichen Blick auf die Westseite des Lago Iseo und die umgebenden Berge und das Tal von Vigolo.

Ich selbst kam mir vor, wie in einem Meer von Grün und Blau.

Der Bereich ist eingezäunt, was ich aufgrund der steilen Hänge auch absolut nachvollziehen kann.

Sich selbst gegenseitig auf der Bench zu fotografieren, ist hier also etwas schwieriger.

Pass einfach gut auf dich auf.

Der Ort dieser Bench ist auch hier perfekt gewählt und vermittelt einem trotz der Umgebung Ruhe und Weite, auch wenn sie für den Visit nicht leicht zu erreichen ist.

Außerdem ist mein Titel hier sehr wohl gewählt.

Wenn du diese Bench besuchen möchtest, nimm dir mindestens eine Jacke mit. 🙃

Sie steht hoch oben und der Wind ist sehr stark in dieser Gegend.

Aber der Reihe nach.

Die Ortschaft Grone liegt ebenfalls im Norden Italiens, in der Lombardei und machte für mich den Eindruck eines kleinen gemütlichen Bergortes.

Ich war komplett außerhalb der Saison dort, weshalb man sicherlich in der Saison einen anderen Eindruck erhält.

Für mich jedenfalls sah oberhalb des Ortes alles sehr verlassen aus.

Das ist sicher ein Eindruck, dem man auch mal etwas abgewinnen kann.

Weg von allem Lärm, Stress und dem Alltag. 🤯

Die Straße führt auf dem Weg zur Panchina durch den Ortsteil und zu einem großen Parkplatz an einem Gasthaus, das ebenfalls saisonbedingt geschlossen hatte, als ich dort war.

So gab es aber mal kein Problem mit dem Parken auf der kleinen Piazza.

Bei dieser Panchina führt das Maps relativ gut.

Man geht einen einfachen frei zugänglichen Forstweg entlang durch Höhenfelder auf dem Weg zur Panchina, die auf über 1000 m Höhe auf einem Hügel zu finden ist.

Nachdem du durch ein Wäldchen gelaufen bist, siehst du sie dann rechts oben auf der Höhe stehen.

Da sie gelb ist, hat sie vordergründig im Sonnenlicht eine besondere Geltung. 😎

Auch die Umgebung, wenn du dich umschaust, bietet einen hervorragenden Ausblick und eine perfekte Rundumsicht.

Auch diese Panchina wurde nach meiner Meinung optimal aufgestellt.

Sie steht zwar für sich etwas einsam da, da ringsherum nur Felder und Gras zu finden sind.

Aber sie bietet dir eine schöne Sicht und perfekte Luft.

Wie schon erwähnt, solange du gut eingepackt bist, kannst du sie auch wirklich genießen. Genieß die Aussicht und atme mal richtig durch. 😉

Hier sind wir für den Moment am Ende unseres Streifzuges und ich habe dir hoffentlich einen Eindruck vermitteln können über die Schönheit und Besonderheit der Big Benches.

Besuch sie gerne und sammle für dich eigene Eindrücke, besondere Momente und Motive.

Danke für deine Aufmerksamkeit und Begleitung bei unserer Tour zu den Sitzplätzen mit Weitblick.

Ich hoffe, es hat dir gefallen. Ich berichte sicher mal wieder von weiteren besuchten Benches.

Angenehmes Reisen und viele Entdeckungen

wünscht dir

Florian

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Die Riesenbank steht einsam inmitten von Feldern und Gras, bietet aber eine wunderschöne Aussicht und frische Luft. Genieße die Sicht und atme tief durch. Besuche die Big Bench und sammle eigene Eindrücke. Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit und Begleitung auf unserer Tour zu den Sitzplätzen mit Weitblick.

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